J. A. Stargardt (Berlin)

1830 gegründet, ist J. A. Stargardt eines der ältesten und renommiertesten Auktionshäuser. Seit 1885 befindet es sich im Besitz der Familie Mecklenburg und wird heute von Wolfgang Mecklenburg in vierter Generation geführt.

"Verhandelt Berlin den 4. Juni 1830. Erschien der Königliche Musik-Direktor Herr Johann Carl Klage und sagte er sei Inhaber einer Musik- und Buchhandlung und bedürfe daher des Bürgerrechts."  Dieser Eintrag im Protokoll zum Berliner Bürgerbuch gilt als Geburtsurkunde der Firma J. A. Stargardt. Wollte man damals ein Geschäft eröffnen, brauchte man das Berliner Bürgerrecht. Johann Carl Klage war ein angesehener Pianist, Königlicher Musikdirektor und Besitzer jener "Musik- und Buchhandlung", die 1841 zunächst an Ernst Krigar, 1847 dann an Paul Julius Reuter und Joseph A. Stargardt überging.
Reuter verließ die Firma wenige Jahre darauf, um in London das Reutersche Telegraphenbureau zu gründen. In Berlin wurde unter J. A. Stargardt aus dem Musik- und Sortimentsbuchhandel ein Antiquariat mit Autographenhandel, in dem die Größen der Zeit verkehrten: Alexander von Humboldt, Bettina von Arnim, Max Stirner. Zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers publizierte Stargardt einen Katalog mit der Handbibliothek des Dichters. "Das Lager von Stargardt befand sich in den Mansarden und Bodenkammern des Varnhagenschen Hauses" - betreten konnte man es im Winter nur mit "Pelzmütze".

1885 verkaufte Stargardts Witwe das Unternehmen an Eugen Mecklenburg d.J. Während sich der Bruder Wolfgang Mecklenburg dem Verlag widmete und mit bedeutenden Künstlern wie Stefan George, Melchior Lechter, Max Liebermann, Adolph Menzel oder Felix Vallotton in Kontakt stand, verkaufte Eugen Mecklenburg so hervorragende Sammlungen wie die Bibliotheken Biltz (Inkunabeln) und Schebek-Prag (Handschriften zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges) oder die Autographensammlung Meyer Cohn.
 
Als Eugen Mecklenburg 1925 starb, war Sohn Günther bereits in die Firma eingetreten, der das Auktionsgeschäft in Paris unter der Obhut bekannter Sammler wie Anton Kippenberg und Stefan Zweig kennengelernt hatte. Mehr und mehr zog er die Auktionen in den Vordergrund und versteigerte, trotz Weltwirtschaftskrise, Teile des Cottaschen Verlagsarchives, bis dahin verschollen geglaubte Briefe Theodor Fontanes und den Nachlass von Novalis. Als 1945 Firmenarchiv und Lager völlig zerstört waren, siedelte Günther Mecklenburg mit der Firma nach Eutin über, wo er schon 1946 mit einem als "Entwurf" vor den Besatzungsbehörden getarnten und nicht mehr als 13 Nummern umfassenden Katalog wieder anfing. 1950 gab es die erste Nachkriegsauktion in Kooperation mit dem Stuttgarter Kunstkabinett und Roman Norbert Ketterer, und am 5. Mai 1953 versteigerte Günther Mecklenberg erstmals wieder unter eigener Regie die Sammlung R. Otto Liebmann.

1952 zog man von Eutin nach Marburg, im selben Jahr kam mit Klaus Mecklenburg wieder eine neue Generation in die Firma. Günther Mecklenburg schrieb das erste moderne Handbuch der Branche: Vom Autographensammeln, während Klaus Mecklenburg unter anderem die Sammlungen König-Warthausen, Geigy-Hagenbach und Robert Ammann versteigerte. 1991 kehrte man, nun unter Leitung von Wolfgang Mecklenburg,  nach Berlin zurück - wo über 150 Jahre und viele Generationen zuvor die Geschichte des Hauses Stargardt begonnen hatte.

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Kontakt

J.A. Stargardt
Auktionshaus und Autographenhandlung
Wolfgang Mecklenburg
Xantener Straße 6
10707 Berlin

Telefon +49 (0)30 8822542
Telefax +49 (0)30 8822466

E-Mail: info[at]stargardt[dot]de

Internet: www.stargardt.de

Geschäftszeiten: Montag bis Freitag 9 Uhr bis 17 Uhr, Samstag nach Vereinbarung

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57. Stuttgarter Antiquariatsmesse

26. bis 28. Januar 2018 im Württembergischen Kunstverein

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